Brandanschlag auf alternatives Wohnprojekt in Rostock

Wie der Verein ‘Alternatives Wohnen in Rostock e.V.’ soeben mitteilte, kam es in der vergangenen Nacht zu einem Brandanschlag auf die Projekthäuser in der Rostocker Niklotstraße. Gegen Mitternacht haben zwei bisher unbekannte und vermummte Täter eine Brandflasche gegen die Fassade geworfen. In Brand geriet zum Glück nichts. In den Häusern sind neben Wohnungen auch die Jugendbegegnungsstätte ‘Cafe Median’, ein Infoladen und verschiedene Projektwerkstätten sowie ein Büro untergebracht. Bereits in der Vergangenheit kam es zu Angriffen auf das Projekt, dessen Mitglieder für ihr Engagement gegen Neonazis bekannt sind. Erst im Januar kam es zu einem Buttersäureanschlag auf die Häuser des Vereins. Im Mai wurden in einer offenbar koordinierten Aktion linke Läden in ganz MV von Neonazis mit Buttersäure angegriffen. Nach der medialen Aufregung um die Ruderin Drygalla und ihre Verbindungen in die Neonaziszene in den letzten Wochen, und im direkten Vorfeld des 20. Jahrestages des Pogroms von Lichtenhagen am 25. August, will die lokale Neonaziszene offenbar noch einmal zeigen was sie drauf hat.

Quelle: Kombinat Fortschritt